Bidspirit Auktion | Großer apulischer rotfiguriger Kolonettenkrater des
Großer apulischer rotfiguriger Kolonettenkrater des Malers von Athen 1714. - Großer apulischer rotfiguriger Kolonettenkrater des Malers von Athen 1714. Um 360 v. Chr. H 52,4cm, B mit Henkeln 45,3cm, ø Mündung 36,9cm. Weinmischgefäß mit doppelten Stangenhenkeln und Griffplatten. Vorne eine dionysische Szenerie, bei der der jugendliche Gott einen Thyrsos haltend sitzend in der Mitte dargestellt ist. Er blickt sich um zu einer von links kommenden Mänade mit Spendenschale, während rechts in lässiger Haltung ein Satyr mit Rhyton und Kalathos steht. Auf der anderen Seite befinden sich drei Manteljünglinge. Zwei davon mit Bürgerstock, im Gespräch miteinander, darüber als Zeichen ihrer Bildung eine Schreibtafel mit festgebundenem Griffel und als Zeichen ihrer körperlichen Tüchtigkeit zwei Sprunggewichte. Details in Weiß und Gelb. Die tongrundigen Flächen mit einem leichten rötlichbraunen Überzug etwas gedunkelt. Schönes Beispiel für den frühen Reichen Stil! Mit Kopie des Grisebach-Kataloges! Fuß samt kleinem Stück des Körpers gebrochen und wieder angesetzt, sonst intakt. Vgl. zum Maler zum Beispiel die beinahe gleiche Drapierung der Manteljünglinge auf einem Glockenkrater Parma C 97: A. D. Trendall, Rotfigurige Vasen aus Unteritalien und Sizilien - Ein Handbuch (1990) Abb. 144. Der Maler von Athen 1714 gilt als das wichtigste Werkstattmitglied des bekannten Iliupersis-Malers und gehört damit zu den Begründern des sog. Reichen Stils in der Apulischen Vasenmalerei. Provenienz: Aus rheinischem Privatbesitz Sammlung H. B. (gest. 2003), erworben bei der Galerie Jürgen Haering in Freiburg. Vormals im Besitz der Galerie Antike Kunst Palladion in Basel geführt vom Ehepaar Becchina. Angeboten in der Auktion Grisebach, 31. Mai 2018, Los 274. Diese Provenienz wurde vom Kammergericht Berlin überprüft und für rechtens befunden. Das Objekt ist in der EU frei handelbar (Aktenzeichen: 4Ws 1-3/20 - 151 AR 58/19).