Bidspirit Auktion | August Macke


August Macke - August Macke: Stillleben mit Körben. MACKE, AUGUST 1887 Meschede - 1914 Perthes-les-Hurlus Titel: Stillleben mit Körben. Datierung: 1911. Technik: Öl auf Leinwand. Maße: 48 x 60,5cm. Rahmen/Sockel: Rahmen. Signiert und datiert rechts mittig Amacke 1911. Bezeichnet verso von fremder Hand (vermutlich Wolfgang Macke): A. MACKE 1911 Stilleben mit Körben. Zudem von fremder Hand bezeichnet auf dem Keilrahmen mit Titel, Datierung und Vriesen-Nr. 252. Fünf Nachlassstempel auf Leinwand und Keilrahmen. Zwei Rundstempel auf Leinwand und Keilrahmen, der untere leserlich: Budapesten. Bezeichnet auf Keilrahmen oben: B8786. Ausstellungsaufkleber: 48. Provenienz: - Nachlass August Macke (Stempel) - Privatsammlung (1957) - Sammlung Dr. Walter Kaminsky, Düsseldorf (1958) - Van Ham Kunstauktionen, Köln, 248. Auktion, 31.05.2006, Lot 376 - Privatsammlung Düsseldorf Ausstellungen: - Galerie Thannhauser, München 1912 - Suermondt-Museum, Aachen 1948, Kat.-Nr. 26 - Braunschweiger Kunstverein, 1954, Kat.-Nr. 32 - Westfälischer Kunstverein/Westfälische Wilhelms-Universität/Westfälisches Landesmuseum, Münster 1957 - Museum Lindau, 2018 Vermutlich wurde das Werk in der Galerie Max Goldschmidt, Frankfurt a.M., März 1913, der Galerie Der Sturm, Berlin, März 1913 sowie März/April 1915 und der International Exhibition of Postimpressionism, Müvcszhäz, Budapest, Mai 1913 ausgestellt.  Literatur: - Heiderich, Ursula: August Macke - Gemälde, Werkverzeichnis, Ostfildern-Ruit 2008, WVZ.-Nr. 315, Abb. - Vriesen, Gustav: August Macke, Stuttgart 1953, S. 321, WVZ.-Nr. V 252, Abb. - Ausst.-Kat. August Macke, Gedenkausstellung zum 70. Geburtstag, Westfälischer Kunstverein/Westfälische Wilhelms-Universität/Westfälisches Landesmuseum, Münster 1957, Kat.-Nr. 31 - Heiderich, Ursula: August Macke, Die Skizzenbücher, Bd. II, Stuttgart 1987, S. 913, S. 1019 - Ausst.-Kat. August Macke, Flaneur im Garten der Kunst, Museum Lindau, Lindau 2018, S. 68 f, Kat.-Nr. 14 - Seltenes Stillleben aus einer höchst innovativen Periode in seinem Schaffen, in der einige seiner stärksten Werke entstanden - 1911 schließt sich Macke der Münchner Künstlergruppe ”Der Blaue Reiter” an - Die farbintensiven und flächigen Formen zeigen den deutlichen Einfluss der Malerei von Henri Matisse in dieser Zeit Macke und Matisse Das 1911 entstandene Gemälde ”Stillleben mit Körben” wurde wahrscheinlich von Macke in seinem Bonner Atelier nach seiner Rückkehr aus Süddeutschland gemalt - eine neue und entscheidende Phase, in der er den Einfluss der zeitgenössischen französischen Malerei auf seine Kunst kritisch überdachte und sein eigenes, individuelles Bildvokabular auf der Grundlage einer einzigartigen Synthese von Form und Farbe entwickelte. Anfang 1908 hatte Macke damit begonnen, Fauve-Motive aufzunehmen und Matisse' Verwendung von Raum und Farbe zu analysieren. Sein zweiter Aufenthalt in Paris 1908 und sein dritter Aufenthalt 1909 ebenfalls in Paris verschafften ihm eine tiefere Kenntnis der zeitgenössischen Avantgarde-Experimente. Die entscheidende Auseinandersetzung um die Ausdruckskraft der reinen Farben erreichte jedoch erst 1910 ihren Höhepunkt, als Macke am Tegernsee mit Franz Marc die neuesten Entwicklungen der französischen Gegenwartsmalerei ausgiebig diskutierte. Dort fertigte Macke eine Reihe von Skizzen an (Skizzenbuch Nr. 38, veröffentlicht in Heiderich, U.: August Macke - Die Skizzenbücher, Bd. II, Stuttgart, 1987, S. 819-835), die von der deutschen Ausgabe von Matisse' ”Notes d'un peintre” (erschienen in ”La Grande Revue”, Paris, Dez. 1908) inspiriert waren. Im Februar 1910 reiste Macke nach München, wo er die in der Galerie Thannhauser ausgestellten Werke von Matisse sah und besonders von einem Gemälde von 1904, ”Saint Tropez, La Terrasse” (Boston, Isabella Stewart Gardner Museum), beeindruckt war, das er in sein Skizzenbuch kopierte (Seite 78 des Skizzenbuchs Nr. 38) und in seinem wunderbaren Bild ”Unser Garten mit blühenden Rabatten” (1912, Privatsammlung) weiterverarbeitete. ”Der Blaue Reiter”, 1911 gegründet, zählte Künstler wie Franz Marc, Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky zu seinen Mitgliedern und betonte die Manifestation leuchtender Farben in seinem Werk. Doch Macke entfernte sich allmählich von den fast abstrakten, geometrisch inspirierten Kompositionen des ”Blauen Reiter” und wandte sich einem neuen, weichen und frei fließenden Stil zu. Mackes in Bonn entstandene Atelierbilder haben eine Einfachheit und zugleich eine Monumentalität, die seine Kollegen vom ”Blauen Reiter” nicht kannten. Macke begann auch, eine dramatischere Perspektive zu entwickeln, indem er seine Vertiefungen abflachte und breite Farbflächen verwendete, ganz im Sinne der Experimente von Matisse aus der gleichen Zeit. Mackes Stillleben aus dem Jahr 1911 spiegeln in hervorragender Weise das Interesse des Künstlers an Kompositionen wider, die auf farbigen Flächen basieren,